Vereinsgeschichte

    In den frühen 80er Jahren gab es in Freiberg viele Bergsteiger, die innerhalb des DWBO (Deutscher Verband für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf) zur Betriebssportgemeinschaft (BSG) Chemie gehörten. Einige damals noch junge Väter beschlossen, diese zu verlassen und eine neue Sportgemeinschaft mit dem Schwerpunkt „Kinderklettern“ zu gründen. Gerhard Zilonka und Christoph Engler zählen mit zu den Gründungsvätern und ergriffen am 30.12.1982 die Initiative. Da Gerhard im VEB Spurenmetalle Freiberg (SMF) arbeitete, war es naheliegend, die neue Sektion in dieser BSG anzusiedeln. Das damalige Firmenlogo vereint sowohl den Siliziumkristall als auch die Buchstaben SMF in sich und ist bis in die heutige Zeit hinein unser Vereinssymbol.

    Die Wende in den 90ern stellte nochmal alle vor organisatorische Herausforderungen. Durch die Auflösung der VEB, standen schlagartig auch alle Betriebssportgemeinschaften vor dem Aus. Nach vielen Beratungen wurde die Einigung getroffen, sich dem Sächsischen Bergsteigerbund (SBB) als Interessengemeinschaft ‚Ortsgruppe Freiberg‘ anzugliedern. Später, am 02.04.1998 entstand zudem der gemeinnützige eingetragene Verein, der heutige SMF e.V.

     Der Name des Vereins wurde nach der Wende auch mit neuem Inhalt bestückt. Wie es zu diesem kam, ist anschaulich in der Rede von Peter Szymczak nachzulesen, welche er anlässlich des 35jährigen Vereinsjubiläums hielt.

    „(…) Es war ein denkwürdiger Abend in der Kutscherstube. Nachdem unter der Leitung des wortgewaltigen Bergkameraden Chrimi Engler mehrere Gesänge die Stimmung angeheizt hatten, bat dieser um Vorschläge für einen Namen für die zu gründende IG. Die Akustik war übrigens in diesem Saal ausgezeichnet. Nun hatten die Bergkameraden damals zur Vorbereitung des historischen Ereignisses nicht nur gesungen, sondern auch wacker gezecht. Dementsprechend klangen auch die Namensvorschläge für die IG. Die von der angeheiterten Meute als die 3 Besten erkorenen Namenskonstrukte kamen zur Diskussion und Abstimmung:

    - 1. Berggeschrei (Autor: Mattl Ehrig)

    - 2. Freiberger Vor- & Nachsteigergesellschaft mit beschränkter Haftung (K.H. Kott)

    - 3. Sächs’scher Maunt’n Ferein (Peter Szymczak)

     Wären die Sportfreunde damals nüchtern gewesen, so hätte wahrscheinlich wegen der Kürze und Einfachheit das ‚Berggeschrei‘ gewonnen. Karl-Heinz Kotts geniale Kreation war auf jeden Fall zu lang, um sie mit alkoholschwerer Zunge zu wiederholen. Sie wurde deshalb rasch abgelehnt. Also gewann der ‚Sächs’sche Maunt’n Ferein‘. Dieser Name hatte den großen Vorteil, dass er als SMF abkürzbar ist und wir quasi unseren alten Namen behalten konnten. Offenbar hatten wir bereits die Nase voll von den vielen Veränderungen, die so eine Revolution mit sich bringt und ein nostalgischer konservativer Geist bemächtigte sich unserer Gemüter. Auch unser geliebter Siliziumkristall blieb so bei uns.

    Zu meinem Erstaunen unterstützte mich der Sportfreund U.D. Richter mit großem rhetorischen Einsatz. Offenbar war auch er nicht mehr nüchtern. Ihm verdanken wir vor allem die Konservierung unseres Namens. Allerdings wurde später an der ursprünglichen Version noch etwas herumgefeilt. Wir einigten uns auf den Namen: "Sächs'scher Maunt'nverein Freiberg" e.V.

    So, nun wissen auch die Kinder und Kindeskinder der alten Gründerväter warum wir auch heute noch SMF heißen. Sie können mit Stolz unsere blauen T-Shirts mit dem gelben Siliziumkristall in alle Welt tragen. (…)“

     


                                                                                                  

       SMF-Logo

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